Weisheitszähne

Die Weisheitszähne sollten normalerweise im jungen Erwachsenenalter durchbrechen. Als letzte Zähne, die in der Zahnreihe im Ober- und Unterkiefer durchbrechen, finden sie jedoch häufig keinen Platz mehr. Oft verbleiben die Weisheitszähne deshalb im Kieferknochen, liegen anlagebedingt quer oder brechen nur teilweise durch. Man bezeichnet sie dann als retiniert oder teilretiniert.

Die Folgen, besonders einer Teilretention, sind nicht selten äußerst schmerzhafte Entzündungen an der Schleimhaut und des Knochens. Mitunter bilden sich auch Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume) um die Krone des Zahnes. Außerdem können solche verlagerten Weisheitszähne den davor gelegenen Backenzahn beschädigen oder sogar die ganze Zahnreihe verschieben. Dies kann zu unschönen und die Kaufunktion störenden Zahnfehlstellungen führen.

Der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg kann auch tief im Knochen liegende Weisheitszähne entfernen, ohne dabei wichtige anatomische Strukturen wie Unterkiefernerv, Zungennerv oder den Nachbarzahn zu schädigen.

Manchmal ist es auch möglich, die Zahnkrone des verlagerten Zahnes freizulegen und so vorzubereiten, dass der Zahn durch den Kieferorthopäden gerade in die Zahnreihe eingegliedert werden kann.

Meist reicht für den Eingriff eine örtliche Betäubung aus. Bei Risiko- oder empfindlichen Patienten, kann der Eingriff auch unter Vollnarkose oder in Analgosedierung, einer Art Dämmerschlaf, erfolgen.

Der Eingriff selbst dauert bei vier zu entfernenden Weisheitszähnen ca. 30 Minuten. Sie sollten sich die nächsten Tage körperlich schonen und auf Sport und Sonne verzichten. Die Wundheilung ist nach ungefähr 7 bis 10 Tagen abgeschlossen. Bitte halten Sie sich an die Verhaltensempfehlungen Ihres Operateurs.

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