Wurzelkanalbehandlung zur Rettung der Zähne

Der Zahn besteht aus der Zahnkrone und einer oder mehreren Zahnwurzel(n). Der Zahnnerv liegt im Inneren der Krone und der Wurzel(n). Kommt es nun zu Verletzungen des Zahns, Kariesbefall oder einer Abnutzung des Zahnschmelzes, können Bakterien in den Zahn eindringen. Die Folge ist ein entzündeter Nerv. Häufig entzündet sich auch die Wurzelspitze, die im Kieferknochen verankert ist, was zu großen Schmerzen führt.

WurzelkanalbehandlungEine chronische Entzündung des Zahnnervs kann sich auch über die Wurzelspitze in den umliegenden Kieferknochen ausbreiten. Es entstehen chronisch entzündliche Prozesse, so genannte Herde, die unter Umständen durch eine alleinige Wurzelbehandlung nicht zu beseitigen sind. Manchmal kann es auch trotz einer regelrecht durchgeführten Wurzelkanalbehandlung an der Wurzelspitze zu einer Ausbildung einer chronischen Infektion, man spricht dann von einem chronisch apikalen Prozeß (CAP), kommen.

Im Kiefer liegende Entzündungsherde sollten immer entfernt werden, auch wenn sie klinisch „stumm“ sind, also derzeit keine Beschwerden verursachen. Die Bakterien, welche die Entzündung verursachen, und deren giftige Stoffwechselprodukte können sich über die Blutbahn im gesamten Organismus verbreiten und so das Immunsystem schwächen bzw. schwere Erkrankungen begünstigen. Zudem ist jederzeit ein akutes Aufflammen der Entzündung möglich. Damit verbunden sind Schwellungen, Eiteransammlungen und Abszesse, die schmerzhaft und sogar gefährlich sind. Nicht selten treten diese Beschwerden unpassend z.B. im Urlaub oder an Wochenenden auf.

Dem Zahnarzt stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um den Zahn zu retten.

  • Entfernung des Nervs
  • Reinigung der Zahnkanäle
  • Wurzelfüllung
  • Wurzelspitzenentfernung
GAP-Prevent