Was ist ein Zahnimplantat?

Zur Zeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendein Artikel oder Fernsehbeitrag über Zahnimplantate erscheint. Zumal allein in Deutschland etwa eine Million Implantate pro Jahr gesetzt werden, kann dies nicht verwundern. Allein: was ist überhaupt ein Zahnimplantat?

Am besten lassen sich Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzeln verstehen, die in einem chirurgischen Eingriff im Kieferknochen verankert werden. Dem eigentlichen Zahnersatz, also dem im Mund sichtbaren Teil der Versorgung, bieten sie einen langlebigen und stabilen Halt. Zudem zeichnet sich die Implantatversorgung hier durch Ihre bemerkenswerte Flexibilität aus.

Zahn für Zahn ein Implantat

Implantatgetragene Brücke Mit dieser Befürchtung kommen nicht wenige Patienten in die erste Beratung. Tatsächlich bietet die Implantologie ganz erstaunliche Möglichkeiten. Durch ein Verbindungsglied, das sogenannte Abutment, können neben Einzelzahnkronen auch Brücken ihren sicheren Halt am Implantat finden. Für eine komplette, festsitzende Prothese des Ober- oder Unterkiefers sind, je nach Knochenbeschaffenheit, drei bis fünf Implantate üblicherweise völlig ausreichend.

Geschichte der Implantologie

Erste Gehversuche unternahm die Implantologie um 600 v. Chr. bei den Etruskern. Die heute gebräuchlichen Zahnimplantate gibt es seit ungefähr 40 Jahren. Dabei wurde von Anfang an mit verschiedenen Designs und verschiedenen Materialen experimentiert. Die am häufigsten Modelle mit einem schrauben- oder zylinderförmigen Design aus Reintitan wurden bereits vor 30 Jahren erfolgreich eingesetzt.

Haltbarkeit

Die zahnärztliche Implantologie gehört zu den erfolgreichsten medizinischen Eingriffen überhaupt. Internationale Statistiken weisen eine Erfolgsquote von etwa 90 Prozent auf. Bei einem Nichtraucher mit der richtigen Nachsorge kann die Verweildauer eines Implantats bis zu vierzig Jahre und länger betragen.

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